Montag, 4. April 2011
Volkstanz und Wien
Die Ungarn tanzen gerne Kreistänze. Aber nicht in einem, sondern am liebsten in mehreren Kreisen. Dazu machen sie schwungvolle Musik und singen. Mitunter wechseln sie von Kreistänzen in Paartänze und zurück. Ich hatte das Gefühl sie wollen in erster Linie schwindelig werden.

Sie vermitteln ein Gefühl der absoluten Ungezwungenheit. Jeder macht irgendwie sein eigenes Ding, aber trotzdem passt alles zusammen. Kein angstvoller, starr auf den Boden gerichteter Blick um auch ja keinen Fuß falsch zu setzen, sondern ein paar einfache Schrittfolgen, die in verschiedenen Reihenfolgen das Gesamtbild ergeben. Ich kam natürlich trotzdem nicht mit, aber ich glaube ich habe noch nie an einem Abend so viel gelernt und so viel Spaß gehabt. (Sorry Leute, ich weiß das einige von euch das anders sehen, aber so bin ich ;-))

Das Wochenende war ich in Wien. Wien ist fast so schön wie Budapest. Ehrlich gesagt gibt es mit Sicherheit Menschen die Wien schöner finden als Budapest und in gewisser Hinsicht haben sie damit auch Recht, aber Budapest ist einfach cooler. Wien ist groß und ausufernd. In der Innenstadt stößt man auf einen Prunkbau neben dem Anderen. Hier wollte wirklich jemand beweisen wie viel Schönes man auf wenig Platz versammeln kann. Bei schönem Wetter durch die Parks zu spazieren ist einfach schön.

Besonders toll fand ich das Hundertwasserhaus. Mir war vorher gar nicht bewusst, dass Hundertwasser auch gemalt hat. Hat er aber. Die Bilder fand ich auch toll, aber seine Ideen für Städteplanung und Gebäudegestaltung fasziniert mich doch mehr. So habe ich mir vorgenommen wieder nach Wien zurückzukehren um die von ihm gestaltete Müllverbrennungsanlage anzugucken und seine Gebäude in Deutschland stehen jetzt auf meiner Agenda für Kurzurlaube innerhalb Deutschlands.

Im oberen Belvedere hatten sie moderne Kunst. Unter anderem die Klimtausstellung. Es hat mich nicht ganz so begeistert wie Hundertwasser, war aber eindeutig sehenswert. Außerdem ist es einfach schön vor dem Belvedere in der Sonne am Wasser zu sitzen. Das Wetter war nämlich wirklich schön.

Das Nachtleben bietet sicherlich auch einiges, nur war ich leider etwas krank und einfach zu müde um mich dem ausgiebig zu widmen. Nun ja, dann hat man zumindest einen Grund wiederzukommen.

... comment